Vergangene Woche machten Gregor Haas (mein Bergführer des Vertrauens) und ich uns auf den Weg zu einer kleinen Skitour in den Loferer Steinbergen. Kurz unterhalb des Ochsenhorns steht ein markanter Zapfen, der Ochsendaumen, wie für eine Highline gemacht. Unter dem Motto "quick and clean" wollten wir aufsteigen, die Highline spannen, slacken und anschließend im feinen Powder abfahren.
Eine Wolke mit ca. 30 kg auf dem Rücken zwang uns leider ewtas in die Knie. Aus dem "quick" wurde ein 8,5 Stunden langer Zustieg. Die Kletterei am Ochsendaumen war mit Skischuhen leider nicht zu bewältigen. So kehrten wir zum Zelt zurück, bereiteten ein Abendessen für Feinschmecker und schliefen anschließend im Sitzen ein.
Die Sonne weckte uns am nächsten Morgen. Da unsere Kräfte leider nicht zurückkehrten, entschlossen wir uns, abzufahren. Der Weg ins Tal entlohnte uns dennoch für die großen Strapazen.
Der Ochsendaumen gehört wohl zu den schönsten Highlinespots bei uns in der Umgebung. Die Bilder sprechen für sich...
Livingroomopen 2011
Auch dieses Jahr begann meine Slacklinesaison mit dem Livingroomopen in Mühlbach am Hochkönig. Der Tag der offenen Wohnzimmertür im Livingroom Hochkönig bot ein riesen Spektakel!
Zuschauer, Boarder, Freeskier und Slacklinefans kamen voll auf ihre Kosten. Neben den sportlichen Highlights überzeugten ein perfekt geshapter Park, gemütliche Couches, feine Musik und viele Besucher in leuchtenden Neonoutfits!
Wir versuchten auch in diesem Jahr den gesamten Snowpark mit einer Highline zu überspannen. Während ich die 40 Meter Highline überquerte, rockten die Jungs unter mir recht fröhlich weiter. Das Niveau der Jungs hat sich enorm gesteigert, wie man auf den Bildern recht deutlich erkennen kann.
Das Livingroomopen am Fuße des Hochkönigs in Mühlbach war auch bei seiner dritten Auflage einmalig.
Messehalle, Innsbruck: Am vergangenen Wochenende war es soweit. Die UTour Innsbruck war zu Gast in der Messehalle und eröffnete dort ihre anstehende Toursaison. An die 2000 Jugendlichen stürmten Freitag und Samstag zu können.
BMX, Slacklining, Airtrack, Artistik, Hip Hop, Capoeira, Parkour, Speedtennis, Squash, Baseball – dies sind nur einige der vielen Sportarten, die den vorwiegend Jugendlichen in der Messehalle 4 geboten wurden. Während am Freitag, über den ganzen Tag verteilt, knappe 900 OberstufenschülerInnen aus dem Raum Innsbruck 11 verschiedene Trendsportarten in Form eines oder mehrerer Workshops besuchen konnten, war die U‐Tour Innsbruck am Samstag für Jedermann und –frau geöffnet. Die Halle war voll und die Stimmung einmalig. Über den Tag verteilt fanden in den verschiedensten Sportarten auch kleine Wettbewerbe statt, der schnellste Junge und das schnellste Mädchen beim Go‐Kart Rennen am Ende einen Autoführerscheingutschein der Fahrschule Peter. Initiiert und durchgeführt wurde der Event von den beiden Jugendsportprojekten der Sportunion
Hilfe von innovativen Sportarten, Jugendliche für selbstbestimmte Bewegung begeistern und so nachhaltig zur gesundheitsorientierten Förderung aller jungen Tiroler und Tirolerinnen beitragen“ so der Präsident der Tiroler Sportunion Günther Mitterbauer. In Kooperation mit Trendsportvereinen, jungen Trainern und Profis werden Workshops, Ausbildungen und Events organisiert. Auch das Thema „Lifestyle“ spielt bei der Umsetzung derJugendliche statt, die bereits im Vorhinein ausgebucht waren: Graffiti, DJ und Sportfotografie.
Die Highlights der beiden Tage waren mitunter die von der U‐Tour Innsbruck initiierten Auftritte des Profi Slackliners Michi Aschaber und die Einradshow der jungen Truppe von Unicyle‐Tirol auf der Alpinmesse, welche in der Halle nebenan von Samstag bis Sonntag stattfand und die als Kooperationspartner mit Sicherheit ihren Teil zum Erfolgs der Veranstaltung beitrug.
Dank gilt an dieser Stelle den Vereinen und Trainern, die ihre Sportarten an beiden Tagen präsentierten und die Workshops betreuten. Des Weiteren gilt es sowohl den ganzen Sponsoren zu danken als auch dem Landesschulrat Tirol, der die U‐Tour tatkräftig unterstützt hat.
Vergangenes Wochenende fand in Chemnitz eines der größten Slacklinetreffen in ganz Europa statt. Der starke Regen, der Lukas, Bernhard und mich am Freitag empfing und auch für das ganze Wochenende anhalten sollte, verflog am Samstag Vormittag.
Im Linerun-Contest mussten wir uns alle einem jungen Nachwuchslinerunner aus Chemnitz geschlagen geben. Sein unvergleichlicher Stil, ein seitlicher Hopserlauf, machte ihn unbesiegbar.
Kurzer Hand entschloß ich mich dann auch beim Trickline Contest mit zu machen. In der Vorrunde slackten alle gemeinsam auf drei unterschiedlichen Lines. Nach ca. 10 min wurde der schlechteste Competitor aus dem Bewerb genommen. Jede weitere Minute schied einer aus, so lange bis nur mehr 3 übrig blieben. Nach einer kurzen Pause slackten Helmar, Lukas und ich noch einmal im Finale. Lukas konnte sich knapp vor mir und Helmar durchsetzten.
Am späten Nachmittag fanden sich auch die Landcruising Jungs ein. Sie hatten Aeon im Gepäck, das sie auf einer Länge von 211 Meter spannten. Bernhard versuchte gleich sein Glück. Er schaffte es im ersten Versuch die gesamte Line zu überqueren. Dann war ich an der Reihe. Leider ließ die Spannung recht schnell nach und ich wäre vernmutlich kurz nach der Mitte am Boden gestanden. Ich drehte kurz vorher um und ging wieder an den Anfang zurück. Auch Lukas konnte anschließend die Line im ersten Versuch in beide Richtungen bezwingen.
Mission Accomplished
Ein lang ersehnter Traum ging endlich in Erfüllung. Lukas, Alex, Marco und ich spannten gestern den Viertelkilometer Slackline und Lukas und ich konnten ihn endlich bezwingen.
Seit wir im vergangenen September 2009 eine 217 Meter lange Slackline überqueren konnten, schwebte dieser Meilenstein in meinem Kopf. Auf einer Wiese in St. Johann fand ich zwei Bäume im idealen Abstand von 254 Metern. Dort haben wir die Slackline bis zum gestrigen Erfolg insgesamt 6 Mal aufgebaut . Zunächst scheiterten wir daran, dass das Band für solche Längen nicht stark genug war. So machten wir uns auf die Suche nach neuen Polyester-Bändern. Wir mussten leider feststellen, dass auch das Gewicht des Bandes gerade bei solchen Längen eine wesentliche Rolle spielt. Mit Strong II von Slackline-Tools haben wir ein perfektes Polyesterband zum Longlinen gefunden.
Der Aufbau der 254 Meter verlief „nahezu“ perfekt. Mit vereinten Kräften standen wir in nicht einmal 2 Stunden auf der Line. Wir verwendeten einen 3,5t Kettenzug mit 11 Meter Kette. Durch die anfängliche Euphorie, die uns etwas am Nachdenken hinderte, verschätzten wir uns etwas mit dem Spannweg. Bei den letzten Malen setzten wir die Banane ca. 20 Meter vom Fixpunkt. Da wir dann meist zu wenig Spannweg hatten und umbauen mussten, dachten wir uns dieses Mal: „Nicht mit uns, 30 Meter müssen allemal reichen.“ Dann nach ca. 16 Metern zeigte der Kraftmesser 2300 kg an. Wir blickten uns entsetzt an. „Schön schauts ja nicht aus, geh ma halt zum Schluß über die Kette, was solls“, meinte Lukas.
Lukas machte sich auf den Weg. Beim Hinweg stürzte er ca. 60 Meter vor dem Ende, stand an der selben Stelle wieder auf, ging bis zum Ende, drehte um und kam den ganzen Weg auf der Slackline zurück.
Auch ich konnte im zweiten Versuch das andere Ende erreichen.
Der „long way to Going“ hat seinem Namen alle Ehre gemacht.
Facts:
Name: "long way to Going"
Baum zu Baum: 254 m
Band: Strong II, spezielle vierlagige Bandkonstruktion aus Polyester
Breite: 25mm
Bruchlast: 3600daN
Gewicht: 67g/m
Max. Spannung 2400 kg
Durchhang: ca. 2 m
Spannweg: 16 m (Band wurde 4 Mal vorgedehnt)
Fixierung: Banane
Schlingen: 16
Schäkel: viele
3,5 t Kettenzug mit 11 Meter Kette
Special thanks to Phil Pille Anker
Eindrücke von der Outdoor 2010
Eine der größten Outdoormessen, die OutDoor 2010 in Friedrichshafen, ging zu Ende. Die einst kleine Randsportart Slackline hat sich mittlerweile gemausert. Vor einigen Jahren fand man auf der Messe ein paar Individualisten, die ihre selbstzusammengebastelten Sets präsentierten. Auf dieser Messe konnte man insgesamt schon 14 verschiedene Hersteller, die ein Komplettset anbieten, zählen.
Slackline-Tools und ich hatten neben dem Stand und einer "Slack-Station", auch eine Highline aufbauen dürfen. (Was, nach der Soloaktion vor 2 Jahren, viel Überredungskunst benötigte.)
Die Messe war für uns ein voller Erfolg. Die neuen Produkte von Slackline-Tools kamen bei den Besuchern und den Slacklinern sehr gut an. Enorm war auch das Medieninteresse am Sport Slacklinen. Seht selbst...
Ich bin schon gespannt was die Outdoor 2011 bringen wird.
OutDoor Messe vom 15.-18. Juli in Friedrichshafen: Slackline-Tools als Aussteller mit Highline-Show und Slack-Session "Slack the night" dabei
Auch 2010 ist Slackline-Tools mit Innovationen und neuen Slackline Sets auf der OutDoor Messe in Friedrichshafen vom 15. bis 18. Juli dabei - und nicht nur das: zweimal täglich gibt es außerdem eine Highline-Show mit Teammitglied und Slackline-Profi Michi Aschaber und am Donnerstag und Freitag Abend laden wir alle herzlich ein, ab 18 Uhr bei "Slack the night" im Freigelände Ost vor Halle B4 mit uns gemütlich zu slacken und an unserer Slack-Station auszuprobieren, was auf der Slackline alles möglich ist.
Vergangenes Wochenende fand im Europapark Rust der adiAfri Cup 2010 statt. Bei diesem Event für adidas Großkunden stand König Fußball im Mittelpunkt. Während des Fußballturniers am Nachmittag zeigten Groß und Klein ihre Ballkünste. Auch die geladenen Athleten (Martin Schmitt, Susanne Riesch, André Lange, Rene Adler etc) packte der Sportsgeist und sie ließen es sich nicht nehmen ebenfalls ein paar Spiele mitzuspielen. Bernhard und ich betreuten nebenan eine Slacklinestation und gaben den weniger fußballbegeisterten Teilnehmern einen Einblick in die neue Trendsportart. Im bunten Konfettiregen wurden am Ende des Turniers die Sieger geehrt.
Auch bei der Abendveranstaltung drehte sich alles um Fußball & Südafrika: Trommler, Akrobaten und Tänzer, die die neue adidas Kollektion präsentierten, sorgten bei dem begeisterten Publikum für Stimmung. Im Anschluss wurden wir in einem nachgebauten afrikanischen Dorf von der kap-malaischen Küche verwöhnt. Die exklusiv für uns geöffnete Achterbahn im Dunkeln stellte den krönenden Abschluss eines aufregenden und abwechslungsreichen Tages dar.
Ein unvergessliches Wochenende ging so zu Ende.