Sport Gala
Die Sport Gala ist ein Event in Freising bei dem jedes Jahr die verschiedenen Vereine der Stadt ihre besten Athleten und Leistungen vorzeigen und neben vielen Show und Tanzeinlagen auch den Sportlern eine Ehrung zuteil wird. Nachdem ich letztes Jahr keine Zeit hatte daran teilzunehmen war es dieses Jahr allerhöchste Zeit und so war ich dann auch mehr als froh, dass ich nicht nur eine Ehrung erhalten sollte, sondern auch ein Video von mir zeigen durfte und mit dem Moderator, der durch den Abend führte, auch ein kleines "erklärendes" Interview auf der Bühne führten konnte.
Für mich war der Abend etwas schon sehr bedeutsames, da ich so allen aktiven Sportlern und Funktionären der Vereine meiner Heimatstadt zeigen konnte was es neben Fußball, Handball, Leichtathletik und Klettern noch so an interessanten Sportarten gibt.
Scheinbar imponierte mein Video den Leuten durchaus und so durfte ich mich am Abend über viel Lob und Zuspruch freuen und am nächsten Tag auch einiges in den Zeitungen lesen.
Slovenia
Slovenien ist wohl eines der Länder die man irgendwie nicht so recht auf seinem Radar der "Orte die ich unbedingt besuchen muss" hat. Warum eigentlich?
Das dachte ich mir zusammen mit ein paar Freunden auch und so beschlossen wir mal zum Klettern nach Osp zu fahren und dort natürlich "neben den Routen" mal ein wenig nach Möglichkeiten zum Highlinen Ausschau zu halten.
Und so wurden wir dann neben ein paar super sonnigen Klettertagen auch noch mit einer doch sehr besonderen Highlinemöglichkeit beglückt und konnten mit Hilfe von Raffi und Faith eine neue Highline in einer Tropfsteinhöhle aufspannen. Mit 40m Länge auch nicht gerade kurz zog sich die Line an der logischsten Line direkt am Ausgang der Höhle entlang und brachte uns einen etwas schattigeren Tag, aber auch eine Menge Spaß und die beeindruckende Kulisse werde ich auch so schnell mal nicht vergessen. Mal was anderes als blauen Himmel über sich zu haben hat doch auch mal durchaus seinen Reiz!
Mein Jahr 2011
Dass ein 2,5 cm breites Gurtband für mich einmal der Grund sein würde, um die Welt zu reisen, hätte wohl niemand für möglich gehalten, nicht einmal ich selbst. So hat mich die Slackline ja schon in den vergangenen Jahren zu so manchem wundersamen und entlegenen Ort geführt und man wächst mit seinen Aufgaben. Also ging es Anfang des Jahres erst mal nach Südafrika! Nachdem ich über’s Internet den Local Warren Gans kennengelernt hatte, ging mit der Unterstützung von adidas und Slackline-Tools eigentlich alles ganz schnell und so fand ich mich schon Ende März im Flugzeug wieder. Die erste Woche verbrachten wir damit, Slacklines und Highlines an den verschiedensten Orten um und in Kapstadt zu spannen. Die Landschaft um das Kap ist wirklich gigantisch und so waren unter anderem der Sonnenaufgang auf einer Line am Tafelberg, rund 1000 m über Kapstadt, eines der Highlights dieser Reise. Allerdings bleibt mir auch der Besuch einer Schule in den Townships besonders in Erinnerung, wo wir den Kindern das Slacklinen näherbrachten und diverse gespendete Lines dort aufbauten. Die Freude und Begeisterung der Schulkinder war wirklich unvergleichbar! Gleich nach meiner Rückkehr ging es dann über einen Zwischenstopp für eine Highlineshow zusammen mit Dean Potter in Graz nach Südfrankreich. Dort gelang mir zusammen mit Freunden eine für mich einzigartige Erstbegehung einer 77m langen Highline einige hundert Meter über der Bucht von Cassis. Im Sommer folgten neben einem neuen Longlinerekord und den fast schon obligatorischen Festivals in ganz Europa einige Fernsehauftritte und dann gab es da ja noch die Uni! Dank meines Fleißes in den vergangenen Semestern blieb mir in dem Sommersemester sehr viel Zeit neben meinem Chemiestudium, aber gegen Ende des Semesters, inzwischen mein 6tes, wurde es dann doch wie immer etwas knapp mit der Zeit. Im August begann ich dann meine Bachelorarbeit und musste mich dann den Rest des Sommers doch mal auf etwas anderes als Slacklinen konzentrieren. Allerdings kam da die adidas Asia Terrex Tour, eine Promotion-Tour der neuen adidas Outdoor Linie TERREX, gerade recht. Eine Woche lang ging es zusammen mit Top Kletterern wie Bernd Zangerl und Beat Kammerlander nach Korea und China! Jetzt weiß ich wenigstens, dass das, was bei uns als „chinesisches“ Essen verkauft wird, sehr weit weg von der chinesischen Wirklichkeit ist! Aber die Überraschung war stets von positiver Natur! Das Essen, die Leute und auch die Länder waren super und bieten viele Möglichkeiten, noch das ein oder andere Mal zurückzukehren. Zurück aus Asien hieß es Endspurt mit der Bachelorarbeit und letzte Reisevorbereitungen für die Zeit danach! Alles ging gut und fristgerecht über die Bühne und schon stand eine lange geplante Reise nach Amerika auf dem Plan! Um dem Winter in Europa ein klein wenig zu entgehen, flog ich nach Kalifornien um endlich auch mal all die amerikanischen Slackliner in ihrer Heimat zu treffen und neue Freunde zu gewinnen! Zusammen mit Christian und Alex ging es zuerst nach Moab, wo wir mit fast 100 Slacklinern in der Wüste kräftig Thanksgiving mit Unmengen Highlines und heftigen Ropejumps feierten. Danach ging zum legendären Highlinebackyardmeeting von Chris und Jerry und dann über San Francisco nach Joshua Tree, wo wir nochmal so richtig Sonne tankten! So konnte ich das Jahr 2011 zu einem würdigen Abschluss bringen und ziehe meine Bilanz mit 95 verschiedenen Highlinebegehnungen in Europa, Süd Afrika, Asien und Nord Amerika, sowie einer Unmenge an wunderschönen Erinnerungen und neuen Freundschaften! Vielen Dank an die ganze Slackinecommunity, die ein solches Leben erst möglich macht!
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, 2012 endlich auch wieder zum Klettern an den Fels zu kommen!
Living the Slacklife!
Cassis - "Helicopter Phobia"
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Also ging es nach Cassis und dort auf die Suche nach der Bucht! Am ersten Tag brauchten wir ca. 3 Stunden um uns den Weg von der Straße zur Bucht zu bahnen, doch die Aussicht, die uns dort erwartete war es definitiv wert! Alles war jedoch weitaus größer als wir es uns vorgestellt hatten, so war der Turm den wir auf eine Höhe von max. 50m geschätzt hatten, doch über 100m hoch. Nachdem wir uns die ganze Bucht näher angeschaut hatten, entschieden wir uns schnell zuerst eine Highline, die ca. 200m über der Brandung die ganze Bucht überspannt, einzubohren. Am darauf folgenden Tagbrauchten wir nur noch eineinhalb Stunden zum Spot und Sebastian und ich beendeten das Einbohren und Aufbauen der, stolze 77m messenden, Highline. Währenddessen Samy und Marco (ein gemeinsamer Freund von Basti und Samy) den Turm erkletterten. Dieser Turm, den wir ja bereits auf den Fotos so falsch eingeschätzt hatten erwies sich dann auch beim Klettern noch mal als Überraschungspacket und so brauchten Samy und Marco fast den ganzen Tag um den Gipfel nach mindestens 9 Seillängen (so ganz sicher waren sich die Jungs da nicht mehr) zu erreichen. Die 140m Statikseil, die sie dabei mitschleppen mussten haben es ihnen sicherlich nicht leichter gemacht, aber wenigstens das Abseilen dann doch wesentlich beschleunigt! Während die Beiden noch am Klettern waren, wagte ich erste Versuche auf der Line, die aber allesamt nach wenigen Schritten endeten. Als es bereits dämmerte gelang mir dann wenigstens noch die Line von der Mitte an bis zu einem Ende zu laufen, aber das verlangte mir dann auch den Rest meiner da noch vorhandenen Kräfte ab. Als Marco und Samy dann endlich wieder bei uns waren war es bereits fast ganz dunkel. De ganzen Tag waren schon einige Helikopter ganz in unserer Nähe durch beeindruckend enge Felsspalten geflogen und nachdem wir die ganze Situation einige Minuten diskutiert hatten beschlossen wir, dass wir die Line über Nacht abbauen müssten, da wir das Risiko, dass ein Helikopter in unsere Line fliegen könnte nicht verantworten wollten. So unschön es war, nach einem so langen und anstrengenden Tag und auch noch im Dunkeln die Line wieder abzubauen, aber uns blieb nichts anderes übrig. Als wir dann erst gegen 11 Uhr nach dem 1.5h Rückmarsch auch endlich wieder am Campingplatz angekommen waren, waren wir fast zu erschöpft um noch zu Kochen… Am nächsten Tag kamen wir dann auch nicht so früh aus den Federn und waren erst gegen Mittag oben am Spot. Nachdem wir in erstaunlich schneller Zeit die Line wieder aufgebaut hatten ging es dann auch gleich daran neue Versuche zu wagen. Nach etlichen Catches erreichte ich dann auch irgendwann die andere Seite, allerdings nicht in einem Lauf. Nach einer kurzen Verschnaufpause versuchte ich dann die andere Richtung, die definitiv die Schönere und ausgesetztere Richtung ist. Bereits beim 2ten Versuch kam ich in einen Flow, der mich schnellen Schritten in die Mitte Trug. Neuer Mut kam in mir auf, ich sah meine Chance, hatte zum ersten Mal Kontrolle über das Band und über meine Bewegungen darauf. Ich erlebte alles um mich herum gleichzeitig wahnsinnig intensiv und doch auf eine komische Art teilnahmslos. Als ich dem Ende des Bandes nahe kam, war ich von der Körperlichen Anstrengung und der zermürbenden Wirkung des starken Windes wirklich am Ende meiner Kräfte. Ich hatte nur noch ein Ziel vor Augen und rannte dem Ende der Line entgegen. Sekunden später fiel die ganze Anspannung, die meinen Körper beinahe zerrissen hätte mit einem lauten Jubelschrei von mir ab! Ich war tatsächlich 75m, beinahe 200m über dem Meer von einer zur anderen Seite der Bucht gelaufen! Ein Wahnsinns Glücksgefühl stellte sich ein und blieb mir für mehrere Tage erhalten, war das doch die EINE Slackline, die ich selbst gefunden, eingebohrt und dann nach langer Anstrengung dann doch noch begehen konnte! Samy und Sebastian wagten auch noch einige Versuche, waren aber einfach nicht im Training und die Dimension der Highline hinterließ ihre Spuren, sowohl bei Sebastian, der dann doch sehr ins Zweifeln geriet, ob er das „Alles“ eigentlich wirklich wollte, wirklich brauchte, als auch bei Samy, der zum ersten Mal in seinem Leben nicht in der Lage war anständig zu Catchen und sich ordentlich die Arme aufschürfte und prellte. Nach meinen ersten Versuchen am Vortag hatte ich zu Sebastian gesagt „Das is mal endlich wieder ne richtige HIGHLine“. Das Gefühl von Ausgesetztheit, das man ja als Highliner sucht, war hier so enorm, wie ich es noch nie zuvor in meinem Leben erleben durfte. Und das auch noch mit dieser Wahnsinns Aussicht, welche sich einfach unvergesslich in mein Hirn gebrannt hat! Auch an diesem Abend bauten wir die Highline erneut ab und kamen wenigstens ein bisschen früher zum Campingplatz um den erfolgreichen Tag noch ordentlich mir Bier und Pasta zu feiern! Als dann am 4 Tag der Wind noch um einiges zugenommen hatte und unsere Erschöpfung durch das tägliche stundenlange Laufen in der glühenden Sonne und die Strapazen des Highlinens, Kletterns und des täglichen Aufbauens ihren Höhepunkt erreicht hatte, beschlossen wir unsere weiteren Ambitionen auf andere Ziele zu verlegen und auch die zuerst noch geplante „alpine“ Highline vom Turm zum Massiv auf ein späteres Datum zu verschieben . So Bauten wir alles ab und schleppten das ganze Equipment zurück zum Auto und machten uns am selben Abend noch auf den Weg nach Monaco. Dort verbrachten wir noch 2 weitere Tage mit einer eher entspannten 37m langen Highline, die allerdings durch so starken Wind trotz der geringen Länge zu allem anderen als einer Plaisierhighline wurde und besichtigten noch ein bisschen die Stadt, bevor wir uns dann nach nunmehr einer Woche wieder auf den Heimweg machten. Trotz der ganzen Helikopter, des anhaltend starken Windes und der teils sehr Überraschenden Umstände, hatten wir ein sehr großes Project realisieren können und ich hatte mit „Helikopter Phobia“ auch meine längste Highline begehen können! Alles in allem war es ein wunderschöner Urlaub im sonnigen Südfrankreich mit super Leuten! Danke an Sebastian, Samy und Marco für die Hilfe Unterstützung beim Filmen und Fotografieren, Aufbauen und die tolle Zeit die wir gemeinsam hatten!!! Hier gibt es dann noch die bewegten Bilder, geschnitten von Anika von Slackline-Tools! Und her auch noch ein weiteres Youtubevideo, in dem auch fast die gesamte Begehung zu sehen ist! |
Lebenslauf
Am Sonntag fand der "Lebenslauf" der Lebenshilfe Freising statt. Der Spendenlauf für den Neubau der Lebenshilfe sollte von Bernhard Röttgers und mir durch eine kleine Highline Show, mitten in der Baustelle, aufgelockert werden. Es war ein spannender Tag und eine schöne Line mit vielen interessanten Leuten!!! Wir freuen uns schon auf die Einweihung des Gebäudes, bei der wir vllt. eine noch schönere Line spannen werden!
















































































